Mit einer Gesamtfläche von fast 7000 m2 ist die Westfassade des Kölner Domes die größte jemals gebaute Kirchenfassade. Ihre Gestalt mit den beiden über 157 m hochaufragenden Türmen, die von filigranen Maßwerkhelmen bekrönt werden, geht auf einen mittelalterlichen Bauplan zurück, den sog. Fassadenriß F, einen über 4 m hohen Pergamentplan, der um 1280 gezeichnet wurde, wenngleich mit dem Bau der Fassade erst knappe hundert Jahre später, nämlich um 1360 begonnen wurde. Vollendet waren die Türme allerdings erst im Jahre 1880.
Trotz des geradezu überbordenden Reichtums an Detailformen, wie Wimpergen, also Maßwerkgiebeln, Fialen und Baldachinen, liegt der Fassade eine klare Gliederung zugrunde. Entsprechend den fünf Schiffen im Inneren des Langhauses ist die Fassade des Domes in den beiden unteren Geschossen in fünf Achsen aufgebaut. Die beiden Untergeschosse der Türme nehmen mit ihren beiden schmäleren Achsen die Breite der Seitenschiffe ein, die breitere Mittelachse mit dem zentralen Marienportal und dem darüberliegenden großen Westfenster bilden gewissermaßen das Mittelschiff des Innenraumes ab, das de facto auch bis zum Scheitel dieses Fensters reicht.
Im Erdgeschoß nehmen drei der fünf Achsen Portale auf. Das größere Marienportal in der Mitte wird hierbei auf der Nordseite vom Dreikönigenportal und auf der Südseite vom Petersportal, dem einzigen mittelalterlichen Domportal flankiert. In den äußeren Achsen sitzen zweischalige Maßwerkfenster. Im ersten Obergeschoß wird das gewaltige Mittelfenster von je zwei schmäleren Fenstern in den Türmen gerahmt. Der Aufbau aller Geschosse ist ähnlich: über einer Sockelzone erhebt sich ein filigranes Maßwerkfenster, dessen bekrönender Wimperg in das nächste Geschoß überleitet und somit die Vertikalität der Fassade betont.
Über dem zweigeschossigen Unterbau, der eine Höhe von ungefähr 45 m erreicht, ragen die beiden freistehenden ca. 112 m hohen Turmbauten empor; deren Grundriß nun unmerklich vom Quadrat zum Achteck überführt wird. Diesen Übergang verschleiern mächtige, sich nach oben allmählich verjüngende Fialentürme über den Hauptstrebepfeilern in den vier Ecken, aus denen das Achteck der Freigeschosse langsam emporwächst. Die Höhe von zwei Turmgeschossen einnehmend, folgen nun die steil emporragenden Maßwerkhelme, die in luftiger Höhe von gewaltigen, knapp 9 m hohen Kreuzblumen bekrönt werden.
Kölner Dom - Südseite | Kölner Dom - Panoramablick vom Vierungsturm | Kölner Dom - Vierungsturm panorama | Kölner Dom - Binnenchor | |||
Kölner Dom - Binnenchor und Mittelschiff | Kölner Dom - Chorumgang, Nordseit | Kölner Dom - Langhaus, Nordseite | Kölner Dom - Chorumgang, Chorscheitel | |||
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Kölner Dom - Westfassade | Kölner Dom - Eiserne Dachstuhlkonstruktion | Kölner Dom - Vierungsturm | ||||